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Hildegard Böhme

»Man darf mit zunehmendem Alter sein Leben nicht grundlegend verändern, sondern sollte versuchen, möglichst lange beruflich und geistig tätig zu sein. Ich laufe viel und bin dabei schon echauffiert. Die Leute sagen: ›Das ist mir zu anstrengend, da bleibe ich lieber zu Hause‹. Ja, aber dann bleiben sie auch nicht fit.

Auch im Alter muss man Dinge ausprobieren, um zu erkennen, ob man den Aufgaben noch gewachsen ist. Ich mache meine Wohnung noch selber sauber. Ich will das allein machen. Wenn ich erst anfange zu sagen, es ist mir zu viel, dann …

Alt werden ist anstrengend und man braucht Kraft dazu und den Willen, es zu schaffen.«

Hildegard Böhme (92 Jahre, Lehrerin, Ost-Berlin, verwitwet seit 1982, lebt seit 2008 in den Häusern der Cajewitz-Stiftung)

 

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